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Kreative Agilität

Was ist das?

„Kreative Agilität ist die Praxis, Fähigkeit und Haltung, unter radikaler Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben, indem Mehrdeutigkeit in einen Möglichkeitsraum für ko-kreative Zukunftsgestaltung verwandelt wird.“ (Birgitta Borghoff)

Unsere Welt verändert sich schnell. Vieles ist komplex, mehrdeutig und schwer vorhersehbar. Gerade in solchen Situationen geraten vertraute Denk- und Handlungsmuster an ihre Grenzen. Wer mit Unsicherheit umgehen will, braucht mehr als schnelle Lösungen: Es braucht Offenheit, Beweglichkeit und die Fähigkeit, auch im Nicht-Wissen handlungsfähig zu bleiben.

Kreative Agilität ist dafür ein innerer und praktischer Kompass. Sie hilft uns, in überfordernden Situationen wach, flexibel und schöpferisch zu bleiben – allein, in Teams und in Organisationen.

Dabei lassen wir uns auch von künstlerischen Arbeitsweisen inspirieren: von der Fähigkeit, ergebnisoffen zu arbeiten, Umwege zuzulassen, Fragen auszuhalten und im Prozess neue Möglichkeiten zu entdecken.

In unseren Kursen, Workshops und Projekten trainieren wir genau diese Haltung. So entsteht ein persönlicher und gemeinsamer Werkzeugkasten, um Unsicherheit nicht nur auszuhalten, sondern kreativ mit ihr umzugehen – und die nächste Überforderungswelle bewusst zu surfen.

Warum Kreative Agilität?

Kreative Agilität ist eine transdisziplinäre Praxis, Fähigkeit und Haltung, die Menschen unterstützt, unter Bedingungen radikaler Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. Dabei wird Ambiguität – also Mehrdeutigkeit, Widersprüchlichkeit und Nicht-Wissen – als schöpferische Ressource für ko-kreative Möglichkeiten genutzt. Dies geschieht durch fragend-erkundende, intuitiv, emotional und ästhetisch informierte kreagile Prozesse. Sie fördern dynamische Perspektivenwechsel, ganzheitliche kreative Reflexion und gemeinsames Sinnstiften im Dialog, anstatt auf vorgefertigte Lösungen zurückzugreifen. So können Menschen und Organisationen in komplexen Mensch-KI- und Mensch-Mensch-Situationen wahrscheinliche, wünschbare und alternative Zukünfte erkunden und mitgestalten – ohne sich auf diese festzulegen.

(Fluide, sich permanent weiterentwickelnde Definition. Stand: 1. Oktober 2026)

Welche Haltungen Kreative Agilität stärkt.

Präsenz: wach sein und dort ankommen, wo ich gerade bin.

Sensitivität: die eigene Wahrnehmungsfähigkeit schulen.

Emotionen: Gefühle wahrnehmen, zulassen, fühlen, ausdrücken und teilen.

Nicht-Wissen: Offene Fragen aushalten, Nicht-Wissen lieben lernen und als kreativen Möglichkeitsraum erleben.

Kommunikation auf Augenhöhe: Deep Talk statt Deep Fake.

Mehrperspektivität: Perspektivwechsel nicht nur denken, sondern umsetzen und dadurch übergeordnete Muster erkennen.

Offenheit und Flexibilität: beweglich im Denken, Fühlen, Handeln und Wirken bleiben.

Reflexion in Aktion praktizieren und im Tun mit allen Sinnen beobachten, lernen und nachjustieren.

Wir-Kultur nähren und gemeinsam statt einsam gestalten.

Eigene Lernfreude von innen nach aussen kultivieren.

Der gemeinschaftlich entwickelte kreagile Prozess.

Neuer Podcast „Creagile Talk“

Im neuen Podcast «Creagile Talk» sprechen wir über Kreative Agilität, Futures Literacy und den verantwortungsvollen Umgang mit KI. Wir erkunden neue Denkweisen, kreative Prozesse und die Frage, wie wir Zukunft gemeinsam gestalten können – offen, mehrperspektivisch und nah an konkreten Erfahrungen aus Praxis und Alltag.